Bewusstes Leben
Lebensberatung bietet professionelle Unterstützung in herausfordernden Lebenssituationen. Sie begleitet Menschen dabei, Klarheit zu gewinnen, den eigenen Weg zu erkennen und sich ihrer persönlichen Wünschen bewusst zu werden.
Ziel der Lebensberatung ist es, die Lebensumstände nachhaltig zu verbessern und ein Leben in innerem Frieden, Harmonie und Zufriedenheit zu ermöglichen. Sie fördert das Bewusstsein für die eigene Person, für die Natur und das Umfeld und unterstützt darin, den gegenwärtigen Moment achtsam wahrzunehmen und zu genießen.
Durch Lebensberatung können Klienten neue Lebensfreude entdecken, ihre inneren Ressourcen erkennen und ihre persönliche Stärken entfalten. Gleichzeitig bietet sie die Möglichkeit, bestehende Überzeugungen zu reflektieren, kritisch zu hinterfragen und gegebenenfalls neu zu gestalten.
Lebensberatung unterstützt Schritte zur Selbstachtung, fördert ein achtsames Wahrnehmen von Emotionen und hilft, das eigene Leben bewusst und ausgeglichen zu gestalten. Sie trägt dazu bei, alte Glaubenssätze zu erkennen, neu zu formulieren und eine positive, selbst bestimmte Lebenshaltung zu entwickeln.
Schritte für ein erfülltes Leben
- Sprich zu dir selbst: „Ich darf es. Ich erlaube es mir.“
- Achte auf deine eigenen Gefühle und Gedanken achten und vertraue auf deine Intuition.
- Versuche nicht, es allen recht zu machen – sei wahrhaftig.
- Wenn sich etwas nicht richtig anfühlt, handle nicht dagegen.
- Sei klar und offen in der Kommunikation deiner Bedürfnisse.
- Übe Selbstliebe und vermeide es, negativ über dich selbst zu sprechen.
- Setze gesunde Grenzen und habe den Mut, „Nein“ oder „Ja“ zu sagen, wenn es deinem Wohl entspricht.
- Höre auf dein Herz und eine innere Stimme.
- Gib deine Träume niemals auf und erkenne, dass Veränderung in jedem Alter möglich ist.
- Schätze dich selbst wert, sei freundlich und liebevoll zu dir.
- Lerne loszulassen, was außerhalb deiner Kontrolle liegt.
- Liebe dich selbst, umarme dich und erkenne deine Erfolge an.
- Schenke dir selbst ein Lächeln, eine freundliche Geste oder ein anerkennendes Schulter klopfen.
Selbstfürsorge und Achtsamkeit im Alltag
Selbstfürsorge bedeutet, sich bewusst Momente der Ruhe, Entspannung und Freude zu gönnen. Dazu gehört es, sich kleine Auszeiten zu schaffen, wie zum Beispiel einen Urlaub an einem schönen Ort oder ein entspannendes Vollbad.
Achtsamkeit kann bereits im Alltag geübt werden. Lege eine Hand aufs Herz und sage dir selbst positive Sätze wie: „Ich bin stark.“
Atme bewusst tief ein und langsam wieder aus, dreimal hintereinander, um innere Ruhe zu spüren. Kleine Übungen, wie den Daumen der anderen Hand in der anderen Hand halten und sich Sicherheit zusprechen oder die Hände auf Stirn und Nacken legen und die Augen schließen, helfen in sich selbst anzukommen.
Genieße die kleinen Freuden des Lebens: einen köstlichen Kaffee oder Tee, etwas schönes Buch lesen, Spaziergänge in der Natur, Waldläufe oder Tanzen. Finde Aktivitäten, die dein Herz erfüllen – sei es Musik hören, singen, Radfahren auf neuen Wegen oder Gartenarbeit, bei der du anschließend die schönsten Blumen pflücken kannst.
Nimm dir bewusst Zeit für Entspannung: dehne dich, strecke dich, schenke dir ein Lächeln, meditiere in Stille, plane eine Reise, sei es ein Kurzurlaub oder ein Wochenendausflug oder praktiziere autogenes Training. Lachen ist ebenfalls wichtig: Witze lesen und herzlich lachen unterstützt Körper und Geist.
Richte deine Aufmerksamkeit ganz auf deinem Atem, verbringe Zeit an Fluss, Meer oder in den Bergen, genieße die Aussicht und lasse deine Gedanken los. Begrüße den neuen Tag bewusst und verabschiede den Abend mit Dankbarkeit. Übernimm Verantwortung für dein Leben und schenke deinen Gedanken Raum, aber setzte ihnen bei Bedarf klare Grenzen: „Stopp“, „Halt, hört auf!“, „Ich will jetzt nicht!“
Schreibe deine Gedanken frei auf – mindestens drei Seiten ohne Kontrolle – und lerne, negative Gedanken in positive umzuwandeln, zum Beispiel Unruhe in Ruhe. So förderst du ein bewusstes, achtsames und erfülltes Leben.

Katja Graner
Glaubenssätze und ihr Einfluss
Glaubenssätze prägen einen großen Teil unseres Lebens. Sie entstehen überwiegend in unserer Kindheit und wirken oft unbewusst, indem sie unsere Gedanken, Gefühle und Handlungen beeinflussen. Häufig erschweren sie uns das Leben, ohne dass wir es direkt merken.
Ein Beispiel für einen belastenden Glaubenssatz lautet: „Wenn ich schwach bin, werde ich verlassen.“ Solche Überzeugungen können tief verwurzelte Ängste und Einschränkungen hervorrufen. Der erste Schritt zu einem erfüllten Leben besteht darin, diese alten Glaubenssätze zu erkennen und bewusst durch neue positive Überzeugungen zu ersetzen.
Ein weiteres Beispiel: „Ich kann nicht gut vor anderen Menschen sprechen.“ Dieser Glaubenssatz könnte aus Erfahrungen in der Kindheit stammen, in denen man oft bevormundet oder zurückgewiesen wurde. Ein möglicher, positiver Ersatz könnte sein: „Ich kann mit Leichtigkeit und Herzlichkeit vor anderen Menschen sprechen.“
Indem wir unsere Glaubenssätze reflektieren und bewusst verändern, öffnen wir den Weg zu mehr Selbstvertrauen, Freiheit und innerer Stärke.
Lebensfragen zur Selbstreflexion:
Wer ist die wichtigste Person in meinem Leben – warum berührt sie mein Herz?
Wie fühlt sich mein heutiger Tag an? Welche Momente schenken mir Freude und wo spüre ich Herausforderungen?
Wie sieht mein Leben gerade wirklich aus – innerlich und äußerlich?
Was sind meine Lebensaufgaben geben mir Sinn und wofür schlägt mein Herz?
Was sind meine tiefsten Träume und Wünsche? Was sehnt sich meine Seele zu erleben?
Was möchte ich wirklich – ohne Erwartungen anderer, nur für mich selbst?
Welche Ziele möchte ich erreichen, die mich innerlich erfüllen?
Wie kann ich diese Ziele Schritt für Schritt mit Vertrauen und Klarheit verfolgen?
Was ist mir von ganzem Herzen wichtig, was berührt meine Seele zutiefst?
Wer bin ich wirklich, jenseits von Rollen, Erwartungen und Masken?
Wo finde ich meinen Platz in dieser Welt, an dem ich mich vollständig zuhause fühlen?
Bin ich momentan zufrieden und glücklich – was kann ich tun, um mein Herz leichter zu machen?
Was gibt mir Kraft, wenn ich sie brauche, und wie kann ich in meinem inneren Gleichgewicht bleiben?

Katja Graner
Emotionen und ihre Bedeutung:
Emotionen umfassen ein weites Spektrum an Gefühlen: Wut, Ärger, Neid, Angst, Hass, Reue, Rache, Aggression, Trauer, Sehnsucht, Eifersucht, Ungeduld, Schuldgefühle, Missgunst, Verzweiflung, Freude, Stolz, Glück, Leichtigkeit, Glaube, Geborgenheit, Liebe, Herzlichkeit und Mitgefühl.
Jede Emotion die vollständig gefühlt und akzeptiert wird, kann ihre Kraft entfalten und sich auflösen. Es ist ein Zeichen von innerer Stärke, Gefühle bewusst wahrzunehmen, sie anzunehmen und ihnen Raum zu geben.
Gleichzeitig ist es von großer Bedeutung, Emotion nicht unkontrolliert auf andere zu übertragen. Sie sollten achtsam gelebt werden, ohne dass sie Schaden anrichten. So werden Gefühle zu einem wertvollen Werkzeug für Selbstreflexion und persönliche Entwicklung.

